Desinfektion nach Erkältung: 5 Tipps für den Haushalt

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Taschentücher und Erkältungsmittel

Desinfektion nach Erkältung im eigenen Haushalt hilft dabei, die Ansteckung anderer Familienmitglieder zu verhindern, da Erkältungsviren auf Oberflächen teils mehrere Stunden bis Tage überleben können.

Wie lange Viren auf Oberflächen überleben

Erkältungsviren wie Rhinoviren können auf glatten Oberflächen wie Türklinken, Lichtschaltern oder Handyhüllen je nach Bedingungen mehrere Stunden bis zu einem Tag überleben. Auf porösen Materialien wie Stoff oder Papier verkürzt sich diese Überlebensdauer meist deutlich, ist aber nicht gleich null.

Wer im Haushalt eine erkältete Person betreut, sollte deshalb besonders die gemeinsam genutzten Kontaktflächen im Blick behalten, um eine Übertragung auf andere Familienmitglieder zu minimieren.

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Welche Flächen besondere Aufmerksamkeit brauchen

Türklinken, Lichtschalter, Fernbedienungen und der Wasserhahn im Bad zählen zu den Flächen, die von einer erkälteten Person besonders häufig berührt werden. Eine tägliche Desinfektion dieser Kontaktpunkte während der akuten Erkrankungsphase reduziert das Übertragungsrisiko auf gesunde Familienmitglieder spürbar.

Textilien und Bettwäsche

Taschentücher sollten nach einmaligem Gebrauch sofort entsorgt und nicht wiederverwendet werden, da sich hier eine hohe Konzentration an Viren ansammelt. Bettwäsche und Handtücher der erkrankten Person sollten möglichst separat und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, um Erreger zuverlässig abzutöten.

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Getrenntes Geschirr während der Erkrankung

Auch wenn Erkältungsviren nicht in erster Linie über Geschirr übertragen werden, kann eine getrennte Nutzung von Tassen und Besteck während der akuten Krankheitsphase das Übertragungsrisiko zusätzlich senken. Nach der Genesung reicht eine normale Reinigung in der Spülmaschine wieder völlig aus.

Lüften als unterschätzte Maßnahme

Regelmäßiges, kurzes Stoßlüften mehrmals täglich reduziert die Viruskonzentration in der Raumluft erheblich und wird in seiner Wirkung oft unterschätzt. Gerade in den Wintermonaten, wenn Erkältungswellen besonders häufig auftreten, lohnt sich diese einfache und kostenlose Maßnahme besonders.

Fazit

Wer die Desinfektion nach Erkältung konsequent auf die wichtigsten Kontaktflächen, Textilien und ausreichendes Lüften konzentriert, kann die Ansteckung anderer Familienmitglieder deutlich reduzieren, ohne den gesamten Haushalt in einen Desinfektionsbetrieb zu verwandeln.

Kinder und Erkältungen im Haushalt

Kleinkinder verstehen Hygieneregeln wie das Husten in die Armbeuge oft noch nicht vollständig, weshalb Eltern hier eine besonders wichtige Vorbildfunktion einnehmen. Spielzeug, mit dem ein erkältetes Kind Kontakt hatte, sollte während der akuten Krankheitsphase häufiger als sonst gereinigt werden, insbesondere Gegenstände mit direktem Mundkontakt.

Auch das gemeinsame Nutzen von Trinkflaschen oder Besteck zwischen Geschwistern sollte während einer Erkältung möglichst vermieden werden, um eine Weiterverbreitung im Kinderzimmer zu verhindern.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

Die meisten Erkältungen klingen innerhalb von einer bis zwei Wochen von selbst ab und erfordern keine besonderen medizinischen Maßnahmen über die übliche Selbstpflege hinaus. Bei anhaltend hohem Fieber, starken Schmerzen oder Atembeschwerden sollte jedoch ärztlicher Rat eingeholt werden, da sich hinter vermeintlichen Erkältungssymptomen auch andere Erkrankungen verbergen können.

Handhygiene als wichtigste Einzelmaßnahme

Regelmäßiges Händewaschen mit Seife über mindestens 20 Sekunden gilt weiterhin als wirksamste Einzelmaßnahme gegen die Verbreitung von Erkältungsviren im Haushalt, noch vor der Flächendesinfektion. Wer nach dem Naseputzen, vor dem Essen und nach dem Kontakt mit der erkrankten Person konsequent die Hände wäscht, unterbricht die häufigsten Übertragungswege effektiv.

Ein zusätzliches Handdesinfektionsmittel neben dem Waschbecken kann als Ergänzung dienen, wenn Wasser und Seife gerade nicht verfügbar sind, ersetzt das gründliche Händewaschen aber nicht vollständig.

Zahnbürsten der erkrankten Person sollten nach Abklingen der Symptome ausgetauscht werden, da sich hier Viren länger halten können und eine erneute Selbstansteckung theoretisch möglich ist.

Auch im Büro oder in der Schule sollten nach einer durchgemachten Erkältung der eigene Arbeitsplatz und häufig berührte Gegenstände wie Stifte oder die Computermaus einmal gründlich gereinigt werden, um Kolleginnen und Kollegen zu schützen.

Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf während der Genesungsphase unterstützen zusätzlich das Immunsystem und können den Krankheitsverlauf insgesamt verkürzen.

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