Spielzeug desinfizieren gehört gerade bei kleinen Kindern zu den wichtigsten Hygienemaßnahmen im Haushalt, da Babys und Kleinkinder Gegenstände regelmäßig in den Mund nehmen und dadurch Keime direkt aufnehmen können.
Warum Spielzeug so schnell verkeimt
Kinder teilen Spielzeug oft mit anderen Kindern in Kita, Krabbelgruppe oder auf dem Spielplatz, wodurch sich Erkältungs- und Magen-Darm-Viren leicht verbreiten können. Zusätzlich landet Spielzeug häufig auf dem Boden, wird angehustet oder mit ungewaschenen Händen angefasst, was die Keimbelastung im Alltag stetig erhöht.
Besonders Spielzeug, das regelmäßig in den Mund genommen wird, wie Beißringe oder Rasseln, sollte deutlich häufiger gereinigt werden als Bauklötze oder Stofftiere, die seltener direkten Mundkontakt haben.
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Kunststoffspielzeug richtig reinigen
Kunststoffspielzeug ohne elektronische Bauteile lässt sich meist unkompliziert in warmem Seifenwasser abwaschen oder bei entsprechender Eignung sogar in der Spülmaschine reinigen. Nach dem Waschen sollte das Spielzeug vollständig trocknen, bevor es wieder zum Spielen freigegeben wird, um Feuchtigkeit und damit verbundenes Keimwachstum zu vermeiden.
Stofftiere und textiles Spielzeug
Die meisten Stofftiere lassen sich problemlos in der Waschmaschine bei 30 bis 60 Grad reinigen, wobei ein Blick auf das Pflegeetikett vor dem ersten Waschgang sinnvoll ist. Empfindliche oder elektronische Stofftiere mit Soundmodulen sollten dagegen nur von Hand oder mit einem feuchten Tuch gereinigt werden, um die Technik nicht zu beschädigen.
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Elektronisches Spielzeug reinigen
Batteriebetriebenes Spielzeug mit Tasten und Oberflächen aus Kunststoff lässt sich am besten mit einem leicht angefeuchteten Tuch und mildem Reinigungsmittel abwischen, ohne dass Feuchtigkeit ins Innere gelangt. Auf keinen Fall sollte elektronisches Spielzeug vollständig in Wasser getaucht werden, da dies die Elektronik dauerhaft beschädigen kann.
Wie oft sollte gereinigt werden?
Spielzeug, das regelmäßig in den Mund genommen wird, sollte idealerweise täglich oder nach jedem intensiven Gebrauch gereinigt werden. Bauklötze, Puppen und anderes Spielzeug ohne direkten Mundkontakt reicht eine wöchentliche bis zweiwöchentliche Reinigung meist völlig aus, außer nach einer Erkrankung im Haushalt.
Nach einer Erkrankung besonders gründlich
War ein Kind erkältet oder hatte eine Magen-Darm-Erkrankung, sollte sämtliches Spielzeug, mit dem es in dieser Zeit Kontakt hatte, gründlich gereinigt und wenn möglich desinfiziert werden. Dies gilt besonders für Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, wo sich Erreger sonst schnell auf andere Kinder übertragen können.
Fazit
Wer Spielzeug desinfizieren regelmäßig in die Familienroutine integriert, senkt das Risiko von Infektionen bei den Kleinsten spürbar, ohne den Spielspaß einzuschränken. Besonders bei Mundkontakt-Spielzeug lohnt sich eine häufigere, unkomplizierte Reinigung als bei anderen Spielsachen.
Sicherheit bei natürlichen Reinigungsmitteln
Wer bei kleinen Kindern auf aggressive Chemikalien verzichten möchte, kann Kunststoffspielzeug mit einer verdünnten Lösung aus Wasser und weißem Essig reinigen, die viele Keime zuverlässig reduziert. Nach der Anwendung sollte das Spielzeug gründlich mit klarem Wasser nachgespült werden, damit keine Essigreste zurückbleiben, die den Geschmack oder Geruch beeinträchtigen könnten.
Auch Dampfreiniger eignen sich für viele hitzebeständige Kunststoffspielzeuge gut, da die Hitze Keime abtötet, ohne dass chemische Rückstände entstehen – allerdings sollte vorab immer die Herstellerangabe zur Hitzebeständigkeit geprüft werden.
Aufbewahrung nach der Reinigung
Gereinigtes Spielzeug sollte in einer sauberen, trockenen Box aufbewahrt werden, statt direkt wieder mit ungereinigtem Spielzeug vermischt zu werden. Eine regelmäßige Sortierung der Spielzeugkiste erleichtert zudem das Erkennen von Spielzeug, das aufgrund von Rissen oder Beschädigungen besser ausgetauscht werden sollte, da sich in solchen Rissen Keime besonders hartnäckig festsetzen können.
In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas empfiehlt sich zusätzlich ein fester Reinigungsplan mit klaren Zuständigkeiten, damit die Spielzeughygiene nicht vom Zufall abhängt, sondern verlässlich in den Alltag der Einrichtung integriert ist.
Gebrauchtes Spielzeug von Flohmärkten oder aus zweiter Hand sollte grundsätzlich vor der ersten Nutzung gründlich gereinigt werden, da die Vorgeschichte und Pflege durch die Vorbesitzer meist unbekannt ist.
Ein kurzer Sichtcheck auf lose Kleinteile oder scharfe Kanten lohnt sich bei dieser Gelegenheit ebenfalls, da gebrauchtes Spielzeug nicht immer den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.