Hygiene in Bus und Bahn spielt für viele Pendler eine größere Rolle, als ihnen bewusst ist, da öffentliche Verkehrsmittel täglich von hunderten bis tausenden Menschen genutzt werden, die alle unterschiedliche Kontaktflächen berühren.
Warum öffentliche Verkehrsmittel besonders keimbelastet sind
Haltestangen, Türgriffe und Sitzflächen in Bus und Bahn werden von einer enormen Anzahl unterschiedlicher Personen berührt, ohne dass zwischen den einzelnen Fahrgästen eine Reinigung stattfindet. Studien zu öffentlichen Verkehrsmitteln zeigen regelmäßig eine hohe Keimdichte auf Haltestangen und Sitzlehnen, die mit stark frequentierten öffentlichen Toiletten vergleichbar sein kann.
Besonders in der Erkältungs- und Grippesaison steigt das Risiko einer Ansteckung in überfüllten Verkehrsmitteln zusätzlich, da der enge Kontakt zu anderen Fahrgästen eine Tröpfcheninfektion begünstigt.
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Haltegriffe und Türöffner bewusst nutzen
Wer die Möglichkeit hat, sollte Türöffner mit dem Ellenbogen statt mit der bloßen Hand bedienen, um direkten Handkontakt mit stark frequentierten Flächen zu reduzieren. Nach der Fahrt hilft eine kurze Handdesinfektion, bevor das Gesicht berührt oder etwas gegessen wird.
Sitzplatzwahl und Abstand
In weniger überfüllten Verkehrsmitteln kann die bewusste Wahl eines Sitzplatzes mit etwas mehr Abstand zu hustenden oder erkälteten Mitfahrern das eigene Infektionsrisiko leicht senken. Ein Fensterplatz reduziert zudem den Kontakt mit vorbeigehenden Fahrgästen im Gang.
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Nach der Fahrt an Handhygiene denken
Direkt nach dem Verlassen des Verkehrsmittels sollten die Hände möglichst bald gewaschen oder desinfiziert werden, besonders vor dem nächsten Essen oder Berühren des Gesichts. Wer regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel nutzt, profitiert von einer festen Routine, die diesen Schritt zur Selbstverständlichkeit macht.
Masken bei eigener Erkältung
Wer selbst erkältet ist, aber dennoch mit Bus oder Bahn fahren muss, kann durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung die Verbreitung von Tröpfchen auf andere Fahrgäste deutlich reduzieren. Diese kleine Rücksichtnahme wird von den meisten Mitreisenden positiv wahrgenommen.
Fazit
Wer die Hygiene in Bus und Bahn mit bewusster Handhygiene, etwas Abstand und Rücksichtnahme bei eigener Erkrankung kombiniert, kann das persönliche Infektionsrisiko im öffentlichen Nahverkehr spürbar senken, ohne den Alltag wesentlich zu verändern.
Gepäck und persönliche Gegenstände
Taschen, Rucksäcke und Koffer werden in Bus und Bahn oft auf den Boden oder auf Sitzflächen gestellt, was Keime auf die Unterseite dieser Gegenstände überträgt. Wer die Tasche anschließend zuhause auf Küchenarbeitsflächen oder Betten ablegt, kann diese Keime unbemerkt weiterverteilen – ein fester Abstellplatz nur für unterwegs genutzte Taschen schafft hier zusätzliche Sicherheit.
Auch das eigene Smartphone, das während der Fahrt häufig genutzt wird, sollte nach dem Aussteigen gelegentlich gereinigt werden, da es zwischendurch möglicherweise auf kontaminierten Flächen abgelegt wurde.
Kinder in öffentlichen Verkehrsmitteln
Kinder neigen dazu, Haltestangen und Sitzflächen intensiver zu erkunden und anschließend Finger oder Gegenstände in den Mund zu nehmen. Eltern sollten hier besonders auf Handhygiene nach der Fahrt achten und bei kleinen Kindern gegebenenfalls ein Desinfektionstuch griffbereit haben.
Wer während der Fahrt isst oder trinkt, sollte dies möglichst erst nach einer kurzen Handreinigung tun, da Snacks und Getränke im Stehen oder Sitzen im öffentlichen Nahverkehr häufig direkten Handkontakt erfordern.
Berufspendler, die täglich mehrfach Bus oder Bahn nutzen, profitieren besonders von einer festen Handhygiene-Routine, da sich die Keimbelastung bei häufiger Nutzung über die Zeit deutlich stärker summiert als bei gelegentlichen Fahrten.
Auch außerhalb der Erkältungssaison lohnt es sich, diese kleinen Gewohnheiten beizubehalten, da öffentliche Verkehrsmittel unabhängig von der Jahreszeit eine der am stärksten frequentierten Kontaktflächen im Alltag darstellen.
Verkehrsbetriebe reinigen Fahrzeuge zwar regelmäßig, meist jedoch nur ein- bis zweimal täglich, wodurch zwischen den Reinigungsintervallen dennoch eine spürbare Keimbelastung entstehen kann.
Eine kleine, griffbereite Flasche Handdesinfektionsgel in der Tasche oder im Rucksack macht die Handhygiene direkt nach dem Aussteigen deutlich unkomplizierter, gerade wenn kein Waschbecken in der Nähe verfügbar ist.