Hygiene im Schwimmbad betrifft sowohl das Verhalten im Wasser als auch in den Umkleide- und Duschbereichen, da öffentliche Bäder von sehr vielen unterschiedlichen Menschen gleichzeitig genutzt werden.
Warum Schwimmbäder besondere Hygieneregeln haben
Chlor und andere Desinfektionsmittel im Beckenwasser reduzieren die Keimbelastung zwar erheblich, können aber nicht jeden Erreger vollständig eliminieren, besonders bei sehr hohem Besucheraufkommen. Die vorgeschriebene Dusche vor dem Baden dient genau diesem Zweck: Sie entfernt Schweiß, Hautfette und Kosmetikreste, die sonst die Wirksamkeit des Wassers zusätzlich belasten würden.
Fußpilz und andere Hautinfektionen werden häufig in Barfußbereichen wie Duschen, Umkleiden und am Beckenrand übertragen, da hier viele Menschen ohne Schuhe unterwegs sind.
Vor dem Baden richtig duschen
Eine gründliche Dusche mit Seife vor dem ersten Kontakt mit dem Beckenwasser ist in den meisten Bädern vorgeschrieben und reduziert die Keimbelastung im Wasser für alle Badegäste spürbar. Wer diese Regel befolgt, trägt aktiv dazu bei, dass weniger Desinfektionsmittel nötig ist, was wiederum die eigene Haut und die Augen schont.
Barfußbereiche und Fußpilzschutz
Badeschuhe in Duschen, Umkleiden und am Beckenrand schützen zuverlässig vor Fußpilz und anderen Hautinfektionen, die sich auf feuchten Fliesen besonders leicht übertragen. Nach dem Schwimmen sollten die Füße gründlich abgetrocknet werden, besonders zwischen den Zehen, da Feuchtigkeit dort Pilzwachstum begünstigt.
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Augen und Haut nach dem Schwimmen pflegen
Chlorhaltiges Wasser kann Augen und Haut austrocknen und reizen, weshalb ein Abduschen nach dem Schwimmen mit klarem Wasser sinnvoll ist. Eine milde Feuchtigkeitscreme nach dem Duschen gleicht die austrocknende Wirkung des Chlors aus und beugt Spannungsgefühlen und Hautreizungen vor.
Rücksichtnahme bei eigener Erkrankung
Bei offenen Wunden, ansteckenden Hautkrankheiten oder akuten Magen-Darm-Beschwerden sollte auf den Besuch öffentlicher Schwimmbäder verzichtet werden, um andere Badegäste nicht zu gefährden. Diese Rücksichtnahme schützt nicht nur andere, sondern verhindert auch, dass sich die eigene Erkrankung durch das Chlorwasser zusätzlich verschlimmert.
Fazit
Wer die Hygiene im Schwimmbad durch Duschen vor dem Baden, Badeschuhe in Barfußbereichen und angemessene Rücksichtnahme bei eigener Erkrankung ergänzt, trägt zu saubererem Beckenwasser und weniger Infektionsrisiken für alle Badegäste bei.
Kinder und Hygiene im Schwimmbad
Kinder sind im Schwimmbad besonders auf klare Hygieneregeln angewiesen, da sie oft noch nicht selbstständig auf Sauberkeit achten und häufiger direkten Kontakt mit dem Beckenrand und dem Wasser haben. Eltern sollten Kinder vor dem Baden konsequent zum Duschen anhalten und ihnen erklären, warum Toilettengänge ausschließlich in den vorgesehenen Sanitärbereichen erfolgen sollten.
Windelpflichtige Kleinkinder benötigen spezielle Schwimmwindeln, die verhindern, dass Ausscheidungen ins Beckenwasser gelangen und so die Wasserqualität für alle Badegäste beeinträchtigen. Viele Bäder verlangen mittlerweile ausdrücklich, dass Kleinkinder nur mit solchen Schwimmwindeln ins Wasser dürfen.
Handtücher und persönliche Gegenstände
Ein eigenes Handtuch sollte im Schwimmbad niemals mit anderen Badegästen geteilt werden, da es Keime und Hautpartikel überträgt, die zu Infektionen führen können. Auch Kämme, Rasierer oder Nagelscheren aus gemeinsam genutzten Kulturbeuteln gehören nicht in fremde Hände, selbst wenn es sich um Familienmitglieder handelt.
Nach dem Schwimmbadbesuch empfiehlt es sich, die genutzten Textilien zeitnah bei ausreichend hoher Temperatur zu waschen, damit sich keine Keime oder unangenehme Gerüche in der Tasche festsetzen.
Auch das eigene Wohlbefinden profitiert davon, Hygiene im Schwimmbad nicht als lästige Pflicht, sondern als Beitrag zu einem angenehmeren Badeerlebnis für alle zu verstehen. Wer sich an die grundlegenden Regeln hält, reduziert nicht nur das eigene Infektionsrisiko, sondern trägt auch dazu bei, dass Bäder länger sauber und einladend bleiben.
Auch Nichtschwimmer und ältere Badegäste sollten auf rutschfeste Badeschuhe achten, da nasse Fliesen am Beckenrand ein erhöhtes Sturzrisiko darstellen und Verletzungen begünstigen können.
Ein Blick auf die Aushänge im Bad lohnt sich außerdem, da viele Betreiber dort aktuelle Wasserqualitätswerte und besondere Hygieneregeln veröffentlichen.