Hygiene im Fitnessstudio ist ein Thema, das viele Trainierende erst nach der ersten Hautinfektion oder Erkältung ernst nehmen, obwohl gemeinsam genutzte Geräte und Umkleiden von Natur aus stark verkeimt sind.
Warum Fitnessstudios besonders keimbelastet sind
Schweiß, Wärme und ständiger Hautkontakt an Trainingsgeräten schaffen ideale Bedingungen für Bakterien und Pilze, die sich zwischen den Reinigungsintervallen des Studios schnell vermehren können. Griffe von Hanteln, Sitzflächen von Kraftgeräten und Yogamatten werden von zahlreichen Personen nacheinander genutzt, oft ohne ausreichende Zwischenreinigung durch die Nutzer selbst.
Besonders Fußpilz und andere Hautinfektionen werden häufig in Umkleiden, Duschen und auf dem Weg zum Schwimmbereich übertragen, da hier viele Menschen barfuß unterwegs sind.
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Geräte vor und nach der Nutzung reinigen
Die meisten Studios stellen Desinfektionsspray und Papiertücher bereit, die vor und nach der Nutzung jedes Geräts angewendet werden sollten. Wer konsequent ein eigenes kleines Handtuch zwischen Körper und Trainingsfläche legt, reduziert den direkten Hautkontakt mit gemeinsam genutzten Oberflächen zusätzlich.
Eigene Trainingsutensilien mitbringen
Eine eigene Yogamatte für Bodenübungen und eigene Trainingshandschuhe für das Gewichtheben reduzieren den direkten Kontakt mit fremden Keimen erheblich. Diese Investition zahlt sich besonders für Menschen aus, die regelmäßig und häufig trainieren.
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Umkleide und Dusche richtig nutzen
Badeschuhe oder Flip-Flops in Dusche und Umkleide schützen wirksam vor Fußpilz und anderen Hautinfektionen, die sich auf feuchten Fliesen besonders leicht übertragen. Nach dem Duschen sollten die Füße gründlich abgetrocknet werden, besonders zwischen den Zehen, da Feuchtigkeit dort Pilzwachstum begünstigt.
Trainingskleidung richtig pflegen
Verschwitzte Trainingskleidung sollte nach jedem Training zeitnah gewaschen werden, da Bakterien in feuchter Sportkleidung sich schnell vermehren und unangenehme Gerüche verursachen können. Funktionskleidung profitiert von einem speziellen Sportwaschmittel, das Rückstände in synthetischen Fasern besser löst als herkömmliches Waschmittel.
Fazit
Wer die Hygiene im Fitnessstudio mit einfachen Maßnahmen wie Gerätedesinfektion, eigenem Handtuch und Badeschuhen kombiniert, kann das Infektionsrisiko beim Training erheblich reduzieren, ohne den Trainingsspaß einzuschränken.
Gemeinschaftsbereiche wie Sauna und Pool
Saunen und Schwimmbecken in Fitnessstudios stellen besondere Anforderungen an die Hygiene, da hohe Temperaturen und Feuchtigkeit gleichzeitig auftreten. Ein eigenes Sitzhandtuch für die Sauna ist in vielen Studios ohnehin Pflicht und verhindert direkten Hautkontakt mit den Holzbänken, auf denen sich sonst Schweiß anderer Nutzer ansammeln würde.
Auch beim Poolbereich lohnt sich das Duschen vor dem Eintauchen, da dies in den meisten Studios vorgeschrieben ist und die Wasserqualität für alle Nutzer verbessert.
Wasserflaschen und Trinkgefäße
Die eigene Trinkflasche sollte regelmäßig gründlich gereinigt werden, da sich am Flaschenhals und im Verschluss durch Speichel und Feuchtigkeit schnell Bakterien ansammeln können. Ein tägliches Ausspülen mit heißem Wasser und eine wöchentliche gründliche Reinigung mit Spülmittel oder in der Spülmaschine halten die Flasche hygienisch einwandfrei.
Nach einer Verletzung mit offener Hautstelle sollte grundsätzlich auf das Training in öffentlichen Fitnessstudios verzichtet oder die Wunde zumindest wasserdicht abgedeckt werden, um weder sich selbst zu gefährden noch andere Nutzer anzustecken.
Auch Fitnessarmbänder und Smartwatches, die während des Trainings direkt auf der Haut getragen werden, sollten regelmäßig gereinigt werden, da sich unter dem Armband Schweiß und Bakterien besonders leicht ansammeln.
Wer regelmäßig Kurse in der Gruppe besucht, etwa Yoga oder Pilates, sollte eine eigene Matte mitbringen statt Leihmatten des Studios zu nutzen, da diese oft nur oberflächlich zwischen den Kursen gereinigt werden.
Ein gutes Studio erkennt man auch daran, wie ernst die Betreiber die Reinigung der Gemeinschaftsflächen nehmen – regelmäßig sichtbare Reinigungspläne oder Desinfektionsspender an mehreren Stationen sind ein positives Zeichen für die allgemeine Hygienekultur vor Ort.
Wer nach dem Training direkt duscht, statt verschwitzt nach Hause zu fahren, verhindert zusätzlich, dass sich Bakterien auf der eigenen Haut über einen längeren Zeitraum vermehren können.
Kleine Gewohnheiten wie diese summieren sich über viele Trainingseinheiten hinweg zu einem spürbar geringeren Infektionsrisiko, ohne dass dafür ein großer zusätzlicher Aufwand nötig wäre.