Hygiene am Arbeitsplatz betrifft nicht nur den eigenen Schreibtisch, sondern auch gemeinsam genutzte Bereiche wie Konferenzräume, Küchen und Sanitäranlagen, in denen sich viele Kolleginnen und Kollegen begegnen.
Warum Büros zu Keimschleudern werden können
Studien zu Bürohygiene zeigen regelmäßig, dass Tastaturen, Telefone und Türklinken im Büro teils stärker verkeimt sind als vergleichbare Flächen im eigenen Zuhause, da mehr Menschen dieselben Gegenstände nutzen. Besonders in der Erkältungssaison verbreiten sich Viren in Großraumbüros und bei häufigen Meetings schneller als in Einzelbüros mit wenig direktem Kontakt.
Gemeinschaftsküchen mit gemeinsam genutzten Kaffeemaschinen, Kühlschränken und Geschirr bergen zusätzliches Potenzial für Keimübertragung, wenn die Reinigung nicht konsequent von allen Beteiligten übernommen wird.
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Der eigene Schreibtisch als Ausgangspunkt
Ein wöchentliches Reinigen von Tastatur, Maus, Telefon und Bildschirm mit geeigneten Reinigungstüchern reduziert die persönliche Keimbelastung am Arbeitsplatz spürbar. Wer den Schreibtisch mit Kollegen teilt, etwa im Schichtbetrieb oder bei Desk-Sharing-Modellen, sollte diese Reinigung noch häufiger durchführen.
Gemeinschaftsküche und Kaffeeecke
Eigenes Geschirr, das nach jeder Nutzung sofort gespült statt in der Spüle gestapelt wird, reduziert Keimansammlungen in der Bürokantine erheblich. Auch die gemeinsame Kaffeemaschine profitiert von einer regelmäßigen Entkalkung und Reinigung, für die idealerweise klare Zuständigkeiten im Team vereinbart werden.
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Meetingräume und gemeinsame Geräte
Konferenztische, Fernbedienungen für Beamer und gemeinsam genutzte Laptops in Besprechungsräumen werden von vielen verschiedenen Personen berührt, aber selten zwischen den Meetings gereinigt. Ein bereitgestelltes Desinfektionstuch im Konferenzraum erleichtert es allen Beteiligten, kurz vor Beginn eines Meetings die wichtigsten Kontaktflächen abzuwischen.
Krank zur Arbeit: Ein heikles Thema
Wer sichtbar erkältet zur Arbeit kommt, sollte besonders auf Handhygiene achten und nach Möglichkeit etwas Abstand zu Kolleginnen und Kollegen halten, um eine Ansteckung zu vermeiden. Viele Unternehmen profitieren langfristig davon, wenn leicht erkrankte Mitarbeitende die Möglichkeit erhalten, von zuhause zu arbeiten, statt Krankheitserreger im gesamten Team zu verbreiten.
Fazit
Wer die Hygiene am Arbeitsplatz sowohl am eigenen Schreibtisch als auch in Gemeinschaftsbereichen konsequent umsetzt, trägt spürbar dazu bei, Krankheitswellen im Team zu reduzieren und ein angenehmeres Arbeitsumfeld für alle zu schaffen.
Sanitärbereiche im Büro
Gemeinsam genutzte Toiletten im Büro sollten von den Reinigungskräften regelmäßig gereinigt werden, doch auch einzelne Mitarbeitende können durch kleine Gewohnheiten zur Hygiene beitragen, etwa durch das Schließen des Deckels vor dem Spülen, sofern vorhanden, und durch gründliches Händewaschen nach jedem Toilettengang.
Ein gut gefüllter Seifenspender und ausreichend Papierhandtücher gehören zu den Grundvoraussetzungen für gute Bürohygiene und sollten bei Bedarf zeitnah dem Facility Management gemeldet werden, wenn sie leer sind.
Klimaanlage und Luftqualität
Regelmäßig gewartete Klimaanlagen und Lüftungssysteme verhindern die Verbreitung von Schimmelsporen und Bakterien über die Raumluft im gesamten Bürogebäude. Wo möglich, sollte zusätzlich durch Fensterlüften für einen Luftaustausch gesorgt werden, besonders in Besprechungsräumen nach längeren Meetings mit vielen Teilnehmenden.
Auch Aufzugsknöpfe und Türgriffe an Eingangsbereichen zählen zu den am häufigsten berührten, aber seltensten gereinigten Flächen in Bürogebäuden und verdienen bei der Reinigungsplanung besondere Aufmerksamkeit.
Führungskräfte können durch eigenes vorbildliches Verhalten, etwa das sichtbare Reinigen des eigenen Arbeitsplatzes, eine positive Hygienekultur im gesamten Team fördern, ohne dass es dafür strenger Vorschriften bedarf.
In offenen Bürolandschaften mit vielen wechselnden Sitzplätzen, sogenannten Desk-Sharing-Modellen, ist eine kurze Reinigung des Arbeitsplatzes vor Arbeitsbeginn besonders empfehlenswert, da der vorherige Nutzer meist unbekannt ist.
Ein bereitgestellter Vorrat an Desinfektionstüchern in Empfangsbereichen und Küchen erleichtert es allen Mitarbeitenden, spontan zu Hygienemaßnahmen zu greifen, ohne dafür extra vorbereitet sein zu müssen.
Langfristig zahlt sich eine gute Hygienekultur im Unternehmen auch wirtschaftlich aus, da weniger krankheitsbedingte Ausfälle die Produktivität und das Betriebsklima insgesamt verbessern.
Kleine Investitionen in Reinigungsmittel und Aufklärung zahlen sich damit für Unternehmen jeder Größe langfristig aus.